Supercomputer für Wissenschaft und Forschung

Moderne Forschung ist auf schnelle Computer angewiesen. Doch Großrechner verbrauchen sehr viel Strom. Um dieses Problem zu lösen, arbeiten die Supercomputer der Wiener Universitäten energiesparend und effizient. Wassergekühlte Serverschränke reduzieren thermische Lasten in den Räumen der Rechenzentren ganz erheblich. Den Betreibern erlaubt es eine deutliche Steigerung der Rechenleistung je Flächeneinheit und wesentlich geringere Stromkosten.

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Download: Knürr Cooling Solutions

 

Der Supercomputer VSC-2 ist unter den Schnellsten weltweit!

Fotos: © TU Wien

Der VSC-2 ist gemeinsamer Supercomputer der Universität Wien, Technischen Universität Wien und Universität für Bodenkultur. Der VSC-2 ist Österreichs schnellster Hochleistungsrechner und erreicht in der TOP500-Liste vom Juni 2011 Platz 56.

Der Supercomputer, der sich im Wiener Arsenal befindet, wird mit Knürr DCD Kühltür gekühlt. Insgesamt 30 wassergekühlte Knürr Serverracks und eine relativ hohe Raumtemperatur machen den Rechner zu einem der ökologischsten der Welt. Knürr DCD ist ein neuartige Kühltür, die sich besonders für Kaltraum-Konzepte prädestiniert. Mit dem Einsatz dieser Lösung kann der Betreiber auf zusätzliche Lüfter in der Rauminfrastruktur vollständig verzichten und eine unnötige Wärmebelastung vermeiden! Die Effizienz des gesamten Kühlsystems und der niedrigen Energieverbrauch ist von großem Vorteil. Sowohl hinsichtlich des Luftdrucks, als auch des Wasserdrucks sind sehr geringe Verluste zu verzeichnen.

International ganz vorne mit dabei
Von der Materialwissenschaft bis zur Meteorologie - das Einsatzgebiet des neuen österreichischen Spitzencomputers ist vielfältig. Vizerektorin Sabine Seidler (TU Wien) setzt hohe Erwartungen in den VSC-2: „Schon bisher waren leistungsfähige Großrechner ein unverzichtbares Werkzeug für unsere Forschung. Mit dem VSC-2 sind wir weiterhin international ganz vorne mit dabei und werden auch in Zukunft vielbeachtete Forschungsergebnisse erzielen.“ Laut Vizerektor Heinz W. Engl (Universität Wien) zeigt der Erfolg des Projekts, dass die Kooperationen von Universitäten gerade im Infrastrukturbereich zu Fortschritten führt, die eine Universität alleine nicht erreichen kann: „Dieser Weg der Kooperation soll weitergegangen werden“.
Bundesminister Töchterle betont, dass die Investition von Uni Wien, TU Wien und BOKU die Vorteile eines gemeinsamen Vorgehens zeige und zudem ein starkes Signal seitens der Universitäten sei, im Sinne der Wissenschaft und Forschung kooperativ an einem Strang zu ziehen. „Das Projekt ist damit auch ein gelebtes Beispiel für die Philosophie des Hochschulplans, der Universitäten zur Kooperation anregt und bei der Umsetzung zugleich großen individuellen Gestaltungsraum zulässt“, so Töchterle. Für den Bundesminister hat die Investition auch hohe Symbolkraft: „Diese ist nicht zuletzt auch Ausdruck meiner Vorstellung von gelebter Autonomie: Freiheit dazu nützen, um sich selbst zu entfalten und neue gemeinsame Potenziale zu aktivieren!“

Grüne Spitzentechnologie
„Der neue VSC-2 wird in wassergekühlten Schränken mit einer Vorlauftemperatur von 18° arbeiten, anstatt mit 6° kaltem Wasser, wie es bei älteren Systemen üblich war. Damit sind die anfallenden Energiekosten zur Kühlung des Systems deutlich geringer“, so Prof. Herbert Störi (TU Wien), wissenschaftlicher Leiter des Projekts. Für den Betrieb des Vienna Scientific Clusters ist der Zentrale Informatikdienst (ZID) der TU Wien verantwortlich. Der laufende Betrieb wird durch die SystembetreuerInnen, das sind beauftragte fachkundige MitarbeiterInnen der beteiligten Universitäten, unter Leitung des/der entsprechenden AbteilungsleiterIn des ZID der TU Wien bewerkstelligt.

www.vsc.ac.at

Knürr stattet VSC-1 mit effizientem Kühlsystem aus

Der Supercomputer VSC-1 wird mit Knürr-CoolLoop und Warmgang-Einhausung umweltfreundlich betrieben. Die Eröffnung erfolgte durch den Bundesminister für Wissenschaft und Forschung.

Die TU Wien, die Universität Wien und die Universität für Bodenkultur haben den Computercluster VSC-1 eingerichtet. Der Supercomputer, mit mehr als 3500 hochparallel arbeitenden Prozessorkernen, erschließt mit über 35 TeraFlops (Billionen Rechenschritte pro Sekunde) völlig neue Rechenwelten. Er stellt gleichzeitig sehr hohe Anforderungen an eine effiziente Kühlung.

Energiesparende Lösungen sind in der IT-Branche gefragter denn je. Vor diesem Hintergrund konnten wir den Auftrag an Land ziehen, der besonderes Know-how in Bezug auf Kühlung erforderte. Der „Vienna Scientific Cluster“ wurde von Knürr mit 19"-Racks, CoolLoop-Wärmetauschern, SmartAisle-Gangeinhausung und Stromverteilern ausgestattet.

Besonders wichtig war den Verantwortlichen, dass die Kühllösung energiesparend ist. Die vergleichsweise hohe Kaltwasservorlauftemperatur zur optimalen Serverkühlung sichert eine verbesserte Nutzung des Kaltwassersatzes mit einer hohen Leistungszahl (COP). Zudem ermöglicht das System einen hohen Freikühlungsanteil. Damit lassen sich erhebliche Einsparpotentiale bei der Kaltwassererzeugung erzielen.

Die hohe Umweltverträglichkeit zeigt sich vor allem in der hervorragenden Positionierung im
Green-IT Ranking: Platz 94 im internationalen Ranking der Top 500 Supercomputer (Stand 2010).